06.03.2018 Kutaisi

Frohgemut sind wir am Samstag (3.3.) zur türkisch–georgischen Grenze gefahren, genug früh, damit wir Zeit für den Start in Georgien hätten. Denkste! 3 Stunden dauerte der Übertritt. Der Computer wählte uns zufällig aus, dass unser Auto gescannert werden soll. Welche Ehre! Mit Polizeieskorte mussten wir 20 km zurück nach Hopa zum Scanner fahren, der wenigsten funktionierte, nicht wie derjenige in Albanien bei der Ausreise, der erst repariert werden musste, bevor wir durchleuchtet wurden. Danach ging es wieder zurück zur Grenze, Überprüfung, denn in der Zwischenzeit wurden die Bilder übertragen. Dann ging es zum georgischen Zoll, der feststellte, dass wir noch eine Autoversicherung seit dem 01.03.2018. bräuchten, ganz leicht bei jeder Bank zu kaufen. So erreichten wir hungrig Batumi, einer boomenden Hafen–, Touristenstadt mit wunderschönen klassizistischen Häuser mit Jugendstilelementen und dazwischen halbzerfallene Platenbauten.

Wir assen unsere ersten gefüllten Dumplings (Dampfnudeln), diskutierten mit einem jungen deutsch–russischem Paar, das uns zum Essen einlud. Wie wir wieder verwöhnt wurden!

Da die Banken am Samstag wie überall nicht arbeiten, fuhren wir ins Acharistkali–Tal, um das Wochenende auf dem Land zu verbringen. An einem Restaurant fragten wir, ob wir im Garten übernachten dürften. Auch hier wurden wir mit wenig Englisch herzlich willkommen geheissen. Nun feierte eine Gruppe von 5 älteren Georgiern feucht und fröhlich den georgischen Muttertag. Natürlich wurden wir eingeladen. Es wurde mit Wein sehr viele Toasts auf Mütter, Familie, Freundschaft stehend ! ausgesprochen und angestossen. Tanz und Gesang fehlte auch nicht. Leider wurde es dunkeln und wir mussten Abschied nehmen, da die georgischen Strassen in der Nacht sehr gefährlich sind.

Am Sonntag besuchten wir Rundbrücken aus dem Mittelalter über den Fluss Acharistskali.

Zum Übernachten fuhren wir nach Batumi zum Botanischen Garten. Wunderbar! Alleine im botanischen Garten unter Palmen, exotischen Bäumen zu schlafen!

Leider regnete es am Montag in Strömen, so dass wir nicht spazieren konnten. Wir wollten ja auch 3 Sachen erledigen: Wäsche waschen, Internetanschluss besorgen und natürlich die Autoversicherung kaufen. Die Adresse von der Wäscherei, die mir das Touristoffice gab, stimmte nicht, weil es nicht so einfach ist, die Schnürlschrift in lateinische Buchstaben zu übertragen und auf einem Stadtplan den Ort einzuzeichnen. Während ich eine Wäscherei suchte, wollte Niggi die Auto Versicherung abhaken. Banken gibt es zu Hauf , aber  keine wollte, konnte Niggis Wunsch erfüllen, obwohl er brav eine Nummer zog, wartete bis er an der Reihe war. Am Mittag waren wir nass vom Regen. Als Erfolg konnten  wir den Internetanschluss abbuchen. Am Abend fanden wir endlich auch eine Wäscherei. Es ging wieder in den botanischen Garten, die Strecke kannten wir schon sehr gut.

Vielleicht sollte ich noch den Verkehr in Batumi schildern.    Man stellt sich eine zweispurige Stasse vor, mit Schlaglöcher, mehr oder weniger gross, die sich auf eine Spur verengt. Es regnet stark! Aus den 2–Spuren  werden bis zur Verengung 5 ! Spuren und manchmal 6, wenn die Autofahrer meinten, sie könnten noch den Bürgersteig benutzen, um rechts mit voller Geschwindigkeit zu überholen, weil ja sowieso bei diesem Regen kaum Personen zu Fuss unterwegs sind.

Heute strahlte die Sonne, wir schlossen die Autoversicherung per Internet in 15 Minuten ab, tingelten  nach Kutaisi, bewunderten die Kathedrale Maria Entschlafen und die Akademie von Gelati. Die Fahrt durch das ländliche Georgien zwischen den Weiss verschneitem grossen Kaukasus und dem weiss gezuckerten kleinen Kaukasus gefiel uns sehr. Wir lesen wieder einmal griechische Mythologie. Über Prometheus, der an Kaukasus gekettet wurde, von Jason, der das goldene Vliess mit Hilfe der kolchischen Königstochter Medea stiehlt. Wir erfahren, dass die Urheimat vom Fasan (Phasianus colchicus nach Linné) die kolchische Tiefebene mit dem Fluss Phasis ist. Und versuchen die Geschichte über dieses tolle Land zu lernen.

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