14.04.2018 Fort Schevtschenko (Kasachstan)

Der Grenzübertritt verlief reibungslos. Es ist immer eigenartig, dass wir kleinste ! Zettelchen bei den Kontrollen bekommen, die abgestempelt werden müssen ( hat fast kein Platz) und unterzeichnet werden müssen. Diese kleine Zettelchen sind enorm wichtig und dürfen bis zum Schluss nicht verloren gehen, was sehr schwierig ist, da der Wind ungestüm bläst. Niggi muss in der Kälte vor den Häuschen stehen, während ich durch das riesige Zolhaus gehen darf.

Dieses Mal wartete nach der Grenze die grosse Überraschung. Vermummte Personen stürzten auf uns. Kopftücher um das ganze Gesicht verschlungen, Sonnenbrille, lange Jacken und Hosen machten die Personen unkenntlich. Die Figur, Schuhe und die lackierten Fingernägel zeigten uns, dass es sich um Frauen handelte. Sie wollten Geld wechseln. Nun ging das Feilschen los, zum Glück wussten wir einiger Massen den Kurs Euro zu Tenge.

Überhaupt waren die letzten Wochen für mich als Frau interessant. Georgien wurde ich fast gleich wie Niggi behandelt und es wurde mit mir geredet. Dann kam Tschetschenien, wo mir weder die Hand gereicht wurde noch mir in die Augen gesehen wurde. Von ansprechen keine Rede! 99.9 % der Frauen trugen Kopftücher und lange Kleider oder Jacken mit Hose. Kaum über die Regionalgrenze nach Kalmyken, lachte uns Dalai Lama von Plakaten herab, chinesische Tempel zierten die Dörfer der Tataren, den Nachkommen der goldenen Horden von Dschingis Khan. Ich wurde wieder angesehen. Dann kamen wir nach Wolgagrad. Hier zogen sich die Frauen westlich an, mit Sonnenbrille auf langen Haaren, gelöcherte Jeans und Sneakers. Die Bedienung im Restaurant „Bamberg“ trug ein ausgeschnittenes Dirndl!

Nun in Kasachstan, das auch moslemisch ist, gibt es keine Kleidervorschriften, die Frauen sind selbstbewusst und offen und man spricht wieder mit mir.

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Niggi in Atyrau mit Lenin
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Wir sind in der Wüste, dazu gehören Kamele
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Moderner Cowboy! Treibt Kamel zur Herde!
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Neben Kamele, Schafen und Ziegen weiden Pferde frei

In Kasachstan werden die Toten besonders begraben. Man picknickt oft an dem Grab, dafür gibt es Bänke.

Es gibt auch Grabstätten von Heiligen, die sich hier in die Wüste zum Meditieren zurückgezogen hatten, islamische Niklaus von der Flüe. Sie hatten kleine Moschen in Höhlen oder unter der Erde. In der Nähe begraben zu werden, ist natürlich besser.

Es wird auch wärmer und die Wüste blüht!

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Die Wüste erscheint nicht mehr nur flach, sondern Canyons brechen auf.

Von Bergen ! Wurden früher Feuer zur Warnung vor den Feinden angezündet. Dies wird mit Monumenten gezeigt.

Alte weise Männer sehen auf uns!

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