28.08. Wieder zurück in Almaty

Seit dem letzten Blogbeitrag sind schon wieder 6 Tage vergangen, in denen wir in der Umgebung von Almaty gereist sind, da wir auf das Paket aus Deutschland mit den Ersatzteilen ( Stossdämpfer, Druckverteiler für Turbolader) gewartet haben. Diese sind gestern angekommen und dank Freunde wurden wir sofort darüber informiert. Nun heisst es, morgen in die MB Garage zu fahren und hoffen, dass wir am Abend wieder in unser Bett im reparierten Auto schlüpfen können.

Nach den Charyn Canyon fuhren wir zu den Kol’say-Seen, süd-westlich von Almaty. Hat uns der Charyn Canyon an den Grand Canyon in den USA erinnert, so dachten wir bei den Kol’say-Seen wir wären in Bayern am Königsee, so dunkelgrün waren seine Farben, so umringt waren sie von hohen Fichten (Tien Schan Fichte). Nur das Echo des Trompeters, der das „Echo vom Königsee“ bläst und von der Königseewand zurückschallt, hat gefehlt.

Die Wanderschuhe wurden ausgepackt und schon ging es los.

Wie zwei Flachlandtiroler haben wir uns benommen, ohne Regenschutz in die Berge zu gehen. Prompt gerieten wir in ein heftiges Gewitter mit Hagel und heftigem Regenschauer.

Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Altyn Emel Nationalpark. Auf den Weg dorthin gelangten wir zu einem Reliktwald aus einer Zeit vor der letzten Eiszeit mit sogdianischer Esche (nur hier und in Canada) und Turanga-Pappeln, die älter als 10000 Jahre sind. Kein Tourist, nur wir und die immens hohen Baumriesen. Wir fühlten uns sehr klein.

Dann ging es in den Nationalpark Altyn Emel. Auch hier gibt es eine 700 Jahre Weide, die so gross und ausladend ist, dass die Seitenäste abgestützt werden müssen. Unser Auto sieht im Vergleich zu dem mächtigen Baum zwergenhaft aus. Und das in dieser Wüsten-Steppenlandschaft!

Das Leben ist nicht zu bremsen!

Im östlichen Teil des Nationalparks kamen wir zu den roten und weissen Bergen, Ablagerungen eines Ozeans, der sich vor 15 Millionen Jahren hier sich erstreckte. Wind, Regen, Temperaturschwankungen schufen bizarre Gesteinsformen.

Ein paar Wachteln schauten misstrauisch vom Felsen auf uns herab.

Bei den weissen Bergen schlugen wir unser Nachtlager auf, allein in der Wüste.

Die Umgebung erinnerte uns an die Sahelzone in Niger oder Mali, an unsere 1. grosse Afrikareise.

Am nächsten Tag ging es in den westlichen Teil des Nationalparks zu den singenden Dünen.

Eine 180 m hohe, 3 km lange Düne, die einen dunklen Ton von sich gibt, hervorgerufen von Winden aus verschiedenen Richtungen, die hier Sand ablagern. Auch hier meinten wir eher in der Sahara zu sein als in der Steppe Kasachstan.

Im Nationalpark war auch „Obelix“ mit seinen Hinkelsteinen. (Grabstelen aus dem 6.- 3. Jahrhundert v. Chr.)

Unterwegs werden wir eingeladen zum Picknicken

oder es wird uns besondere Dinge (junger Raubvogel) gezeigt.

Am Abend geniessen wir nach einer langen Fahrt (Kasachstan ist riesig) die Abendstimmung in der Einsamkeit.

Die Reise durch den Nationalpark auf 300 km übelstem Wellblech war machbar, weil wir vor der Reise neue Pneu kauften.

Unsere Reise um Almat (blauer Punkt), grüne Fläche ist der Nationalpark Altyn Emel.

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