11.12.2019, Morogoro

Ich liebe die Sprache Suaheli. Die vielen Wiederholungen in einem Wort klingen wie Musikrhythmen für meine Ohren. Ich werde „Mama“ genannt und wenn die Leute mich sehr respektvoll begegnen, nennen sie mich „Bibi“ (Großmutter), Niggi wird „Babu“ (Großvater) gerufen. Jede Begrüßung ist ein minutenlanges Singsang zwischen den Personen. Es geht so: Jambo (hallo) – karibu (willkommen) – asana santa (herzlichen Dank) oder Mambo (wie steht’s) – poa poa (cool).

Vom Selous Game Reserve fuhren wir an den Ulugurus Mountains vorbei nach Morogoro. Eigentlich muss ich sagen hoppelten wir an den Mountains mit 20 bis 25 km/h vorbei. Die Hauptstraße ist eine ungeteerte Dorfstraße mit Wasserrinnen, Löcher, Steinen, ….

2 Tage konnten wir in den Bergen trecken gehen. Diese Wanderungen waren wunderschön und unser Guide wusste wirklich sehr viel über Pflanzen Bescheid, sah Tiere, die wir nie entdeckt hätten, erzählte uns von der Geschichte der Dörfer und informierte uns über deren heutigen Situation.

Zuerst ging es zu einem Wasserfall. Wir genossen am Ziel Erdbeeren (deutsche Kolonialherren brachten sie hier in die Uluguru Berge) und das kalte Wasser, denn Wandern zu dieser Zeit ist anstrengend und schweißtreibend bei 32° und 100 % Luftfeuchtigkeit.

Blick auf Morogoro von den Ulugulu Mountains
am Ziel nach 2,5 h steil bergauf laufen

Erdbeeren!

Unser Führer weiß so viel! Endlich lerne ich den Moringa Baum (unter anderem auch Meerrettichbaum genannt) kennen! Früchte werden wie Grüne Bohnen als Gemüse verwendet, auch Blätter werden als Gemüse gekocht, Blätter werden zur Bekämpfung von Mangelernährung und um Diabetes Typ 2 zu behandeln ausgepresst. Samen enthalten wertvolles Öl. Selbst die Wurzeln von jungen Pflanzen kann verwendet werden. Getrocknete Blätter, die sehr viel Vitamin C enthalten, kann als Tee getrunken werden. Ein Wunderbaum!

farbenfrohe Insekten
riesige Raupen
aus bestimmten Blätter kann roter Saft gewonnen werden z.B. um Lippen oder Haare zu färben
es ist Jackfruit Zeit, riesige Früchte hängen am Stamm

wir bewundern riesige Bäume
Die Früchte platzen und Flaum kommt heraus, der gesammelt wird und als Matratzenfüllung dient
Kardamonpflanze mit Blüte
Wasserleitung wird von Wurzeln umwachsen

Leider wurden in den letzten Jahren die Wälder in den Uluguru Mountains abgeholzt, um neues Land und um Holzkohle zu gewinnen. Erosion macht sich bemerkbar. Das Jane Goodall Institut versucht in Schulen die Kinder und deren Eltern zu sensibilisieren, Bäume aufzuziehen und zu pflanzen.

Abends gönnten wir uns wie so oft ein Bier mit so tollen Namen Kilimanjaro, Savanna, Safari, Castel light.

Mein Freund

und Helfer beim Verfassen dieses heutigen Blogs und lesen vom Blog unserer Freunde Heidi und Werni Gloor.

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