5.12.22 Madaba

Heute habe ich ein sehr internationales Essen gekocht: Linseneintopf. Wer dieses Essen nachmachen will, muss verschiedene Länder wie wir bereisen. Speck aus Montenegro, Knoblauch und Chili aus der Türkei, Rübli und Zwiebel aus Israel, Lauch und Kartoffeln aus Jordanien, Linsen aus der Schweiz und Rapsöl aus der Innerschweiz. Als Desert gab es für Niggi Baklava und Weintrauben, während ich mir eine Guave gegönnt habe.

Uns gefällt Jordanien extrem gut. Wir taumeln von einem historischem Highlight zum nächsten. Alle waren hier, wenn nicht zur gleichen Zeit, aber sie verewigten sich, wenn sie eine Stadt oder Königreich erobert hatten oder deren Nachkommen, die Personen verewigen wollten: Amoriter, Nabatäer, Abraham, Moses, Jesus, Byzantiner, Kalifen, Kreuzritter, Mamluken, Osmanen, Engländer, …

Die Jordanier sind extrem freundlich. Sie beschenken uns, versuchen mit Google mit uns zu kommunizieren, freuen sich einfach, dass wir da sind. Wie können wir Jordanier von Touristen unterscheiden? Ganz einfach Touristen lächeln nicht, grüssen nicht und schauen weg, wenn wir es wagen zufällig die gleichen Steine anzusehen.

Weil Kaiser Hadrian Jerash (Gerasa) 129 n.Chr. besuchte, hat man ihm zu Ehren dieses Eingangstor erbaut.
Man liess sich nicht lumpen. Jeden Tag gab es Gladiatorenkämpfe oder Wagenrennen im Hippodrom. Wer von diesem Spektakel genug hatte,
ging ins Theater. Entweder in das grosse Südtheater mit 4000 Plätzen oder in das kleinere Nordtheater mit nur 1400 Plätzen.
Wer beten wollte ging in den Zeustempel

oder in den Artimistempel. Später wurden Kirchen und eine Synagoge gebaut.

Mosaikboden einer Kirche

Wer etwas einkaufen wollte, konnte die Schoppingmeile entlang schlendern. Noch heute sieht man die Läden, die sich aneinander reihten. Prachtstrassen führten durch die Stadt.

Südtor
Überall liegen noch Puzzlesteine für die Archäologen bereit.

In Umm el Jimal haben die Archäologen es besser gemacht. Sie haben die Steine nummeriert, um sie wieder zum Hausbau zu verwenden. Diese schwarze Stadt liegt in einer Basaltwüste und wurde von den Nabatäern gegründet, die Handel von Damaskus bis Petra trieben. Zuerst fragten wir uns, warum sie diesen schwarzen Steine benutzt haben, zieht Schwarz die Sonnenstrahlung doch an. Aber tatsächlich waren die Häuser im Sommer kühl und im Winter warm, weil der Stein enorm porös ist.

Weil Holz rar in der Wüste ist, und die Nabatäer zweistöckig bauen wollten, wurde der Zwischenboden mit flachen Steinen befestigt.

Und plötzlich waren wir im Azraq Wetlands. Und das mitten in der Wüste! Für Zugvögel ein wichtiger Rastplatz!

Meine Vogelliste wuchs um zwei Vogelarten!

Am Abend gönnten wir uns noch ein Betthupferl, das Wüstenschloss Qasr Amra, es 710 n.Chr. erbaut wurde und mit wunderschönen Bilder geschmückt wurde.

Diese Nacht schliefen wir zum ersten Mal auf dieser Reise mitten in der Wüste.

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