13.01.2020, Masai Mara

Am 8.01. fuhren wir von Nairobi westwärts zum Vulkan Suswa. Die Ausfahrt aus Nairobi war afrikanisch, total chaotisch, rechts und links wurden wir von Minibussen überholt, deren Fahrer die Einstellung hatten, jetzt ist Ralleyzeit, dazwischen kurvten Motorräder, die fanden, es ist genügend Platz dazwischen zu fahren und zuletzt wurden wir von PKWs auf der Gegenfahrbahn überholt, dessen Fahrer der Geduldsfaden geplatzt war und fanden der entgegenkommende Fahrer hat Verständnis und weicht aus oder wir würden genügend Angst haben und ihn im letzten Augenblick einbiegen lassen.

Hatten wir dann Nairobi hinter uns gelassen und freuten uns auf einen Abend in der Natur, hieß es zuerst noch auf den Vulkan zu kommen! Das musste verdient werden! 30 km bergaufwärts über Felsen, Matsch und überflutete Straßen und das nur in Schritttempo! Unser Benz zeigte was er kann. Selbst Treppensteigen oder durch tiefes Wasser waten war kein Problem, kein einziges Mal blieb er stehen und meinte, jetzt langt es.

Campen am Kraterand
Blick in den Krater
Am Morgen. Der Nebel im Krater durch Dampf aus heißen Quellen

Wir blieben gleich 2 Nächte und wanderten durch einen Akazienwald zum nächsten Gipfel.

Die „Kugeln“ an den Ästen sind Wohnhäuser von Ameisen, die bei Erschütterung sich auf den Feind stürzen und mit ihren Gift ihn zu verjagen versuchen. Manchmal sind es Kamele, Ziegen oder eben Wanderer, die sich zu nahe heranwagten.

Weiter ging es westwärts zum Masai Mara Nationalpark, dem nördlichen Teil vom Serengeti, der in Kenia liegt. Der größte Teil von der Serengeti mit dem Norogoro Krater liegt in Tansania. Wir hatten uns entschieden zum westlichsten Teil, zum Mara Triangle, zu fahren, da dieser Teil weniger touristisch ist.

Auch das musste verdient werden. Nichts ist umsonst in Kenia! Alles hat seinen Preis! Die Zufahrtsstraße ist so miserabel, das wir für die 90 km von der Hauptstraße zum Camp in der Nähe des Gates fünf Stunden brauchten. Jetzt können wir auch es verstehen, warum alle Touristen in den Nationalpark fliegen und es am Gate gleich 2 Flugpisten gibt.

Wieder wurden wir belohnt. Zebras begrüßten uns am Morgen!

Und dann war es nur noch phantastisch. Der Park ist sensationell! Wir sahen ein Nashorn! Mit unserer kleinen Kamera konnten wir es natürlich nicht fotografieren, aber durch das Fernglas es zu beobachten, genügte uns. Natürlich sahen wir ganz viele Elefanten, Giraffen, Büffel, Impalas, Thomsen Garzellen.

Wir übernachteten im Park auf dem Public Campsite, auf einer erlaubten Wiese mit Blick auf den Mara Fluss für 60 Dollar, dafür gab es auch sonst nichts.

Am Morgen fuhren wir zum Mara Fluss. Und da wurde die Safari zu einem besonderem Erlebnis. Zuerst sahen wir 10 Hyänen, die sich immer mehr einem Löwenversteck näherten, wo ein Aas lag. Wann kommen wir zum Essen, schienen sie sich zu fragen.

Auch Schakale strichen hungrig herum, bereit sich ein Stückchen Fleisch zu ergattern.

Aber Löwen sind nicht sehr freizügig, wenn sie endlich ein Tier erbeuten konnten. Nur jede 24. Jagd ist erfolgreich!

Nun wurden wir nicht nur von den Tieren beeindruckt. Auch ein Tourist fand, er möchte am Morgen einen kleinen Spaziergang zum Fluss unternehmen und wanderte die Straße zwischen Hyänen entlang. Zum Glück sah dies ein Ranger und gabelte ihn auf, bevor wir ihn in unser Auto einladen konnten.

Der Masai Mara NP ist so berühmt, weil hier jedes Jahr tausende von Tiere aus Südserengeti in den nördlichen Teil wandern und den Fluss Mara überqueren. Dann beginnt ein Festmahl für Krokodile.

Auch Hippos leben im Fluss.

In der Nacht verlassen die Hippos den Fluss um zu grasen. Mein Schuh (Größe 38) ist kleiner als derjenige von Mamma Hippo. Der kleine stammt von ihrem Baby.

Wir sahen so viele verschiedene Arten von Tieren. Nur eine kleine Auswahl kann ich zeigen.

Topimännchen
Topiweibchen mit Junge
Impala
Southern Ground-Hornbill
Thompson Garzelle und Graureiher
Wasserbock
Herde von Wasserböcken
Kronenkranich

Und eine Menge von Warzenschweine, die bei der Flucht wie eine Radioantenne ihren Schwanz aufstellen. Einfach immer wieder toll dies zu beobachten.

29.11.2019 Diani Beach, vor der Grenze nach Tansania

Wo sind wir gestern gelandet?

Wir haben am Indischen Ozean beschlossen wie richtige Touristen Strandurlaub mit Faulenzen, Fitness, Sönnelen im Schatten, gutem Essen zu machen. So landeten wir in einem Resort, das unsere Wünsche erfüllt und uns verwöhnt.

Blick aus unserem Fenster

Weißer Strand mit Kokosnuss-Palmen

Mitten in der Hotelanlage steht ein riesiger Baobab, einer meiner Lieblingsbäume und zum ersten Mal sehe ich seine Früchte. Ich weiß jetzt auch warum ich ihn so liebe, heißt er doch afrikanischer Affenbrotbaum (Geografie, Zoologie, Ernährungswissenschaft und Botanik in einem Namen!) und gehört er doch zu der Familie der Malvengewächse. Malven wuchern in unserem Garten in Sarnen erfolgreich und wir bringen immer wieder Malvensamen aus aller Welt in die Schweiz.

Nach dem Besuch des Tsavo-West Nationalpark fuhren wir Richtung Mombassa und beschlossen erst einmal unser Auto total zu reinigen, was hieß 2 Tage zu arbeiten. Aber nicht nur wir achten auf unser Häuschen. Männliche Webvögel bauen zu jeder Brutzeit ein neues Nest. Ist es nicht fachmännisch gebaut, dann würdigt das Weibchen diesem keinen Blick und das Männchen muss von vorne anfangen.

Aber nicht alle Webvögel bauen solche perfekte Nester. Es gibt Arten, die es nicht so genau nehmen.

Kleine Geckos besuchten uns.

Dann beschlossen wir nach Lamu zu fahren, eine Stadt aus 1001 Nacht, die zu den UNESCO Weltkulturerbe gehört und an der somalischen Grenze liegt. 300 km, am Abend vor der letzten Etappe, übernachteten wir am Ozean am Strand.

Der Besitzer vom Campingplatz meinte nur lakonisch, ob unser Besitz oder unser Leben uns nur 1 Dollar wert sei, denn soviel kostet eine Kugel den somalischen Terroristen, die den Weg nach Lamu kontrollieren. Außerdem könnten wir nur in einer Begleitung mit einer Militäreskorte die letzten 200 km fahren. Besser wäre von Malindi nach Lamu zu fliegen.

Also zurück nach Malindi und dort buchten wir übers Internet einen Flug und konnten mit der Empfehlung vom Campingplatzbesitzer auf dem Parkplatz des Mawindi Fishing Club übernachten.

Fang des Tages, alle warteten, auch die Clubkatze
Thunfisch
Alle Fische werden gewogen!

Am nächsten Tag ging es zum Flughafen und da kam die Enttäuschung, wir stehen nicht auf der Passagierliste und das Flugzeug ist voll. Nichts zu machen!

So machen wir uns wieder auf zurück nach Mombassa zu fahren

und Richtung Tansania zu fahren. Wir setzen mit der Fähre von Mombassa zur Südküste.

Und werden eigentlich untypisch für Kenya empfangen.

Wir haben Zeit, so beschließen wir ein kleines Reservat zu besuchen mit dem tollen Namen „Shimba Hills“.

Also gleich gesagt, Löwen gibt es schon lange nicht mehr hier. Die einzige Giraffe sahen wir nicht. Viele Tiere starben wegen Hunger der umliegenden Dörfer und an der Tsetse-Fliege, die wir nicht in unser Haus ließen.

Dafür konnten wir von ganz Nahe den „Little Bee-Eater“ beobachten.

Im Reservat gab es einen kleinen 2,5 km langen Trail zu einem Wasserfall, den wir nur in Begleitung zweier Rangers mit Gewehren als Schutz vor wilden Tieren wie Leoparden oder Elefanten wandern konnten.

So sind wir hier und genießen die Happy Hour am Meer.

16.11.2019, Nationalpark Tsavo-West

Schon so lange ist es her, 10Tage, dass wir etwas zu berichten bzw. auch Internet hatten, um euch zu schreiben.

Nach dem Städtchen Eldoret fuhren wir ostwärts Richtung Nairobi, aber schon nach 150 km in Nakuru meinte Niggi, jetzt braucht er Pause. Der Linksverkehr mit linksgesteuertem Auto bei einem starkem Verkehr mit selbstmörderischen hochgegeschwindigkeitsfahrenden PKW-Autolenker, langsam dahintrottenden überbeladenen LKW-Fahrer und mit dazwischen liegenden Pumps, die man manchmal an die Käufer erkennt, die in der Mitte der Straßen stehen und ihre Ware an die langsam holpernden Autoinsassen feilbieten, oder gar nicht, weil sie so schwarz wie die Straßen sind, um Autofahrer zu überraschen, das erfordert Konzentration vom Lenker und Beifahrer, denn LKWs können nur überholt werden, wenn der Beifahrer sein Gesicht ans Fenster drückt, um rechts vom riesengroßen, langsamen, mit kaum Geschwindigkeit fahrenden LKW vorbeischauen versucht und sein o.k. gibt. Oder es tönt so, nein noch nicht, LKW mit einer Schlange von Autos kommt entgegen, oder neiiiiiin, Kamikaze PKW.

So übernachteten wir am Lake Elementeita, einen von drei Seen im Riffvalley, mit vielen Flamingos, Pelikane, Ibisse, …. Eine Frauengruppe genoss zusammen ein verlängertes Weekend und bestaunten unser „Haus“.

Es wurde gescherzt, gelacht, Kinder geherzt, fotografiert, Selfies aufgenommen und viele Fragen an uns gestellt, einfach ein Frauenpalaver abgehalten.

Am nächsten Tag gelangten wir nach Nairobi und stellten unser „Haus“ für drei Tage auf dem Campingplatz mit dem tollen Namen „Jungel Junction“ ab.

Jeder könnte meinen, dass wir auf einem Campingplatz mit diesem Namen von Wildtieren und Urwald umgeben gewesen wären, aber so war das nicht. Leider? Nun der Campingplatz liegt im vornehmsten Viertel von Nairobi mit schönen Villen, wunderbarer Vegetation und Sicherheitspersonal, Alarmanlagen, hohen Mauern, Stacheldraht, privaten Strassenkontrollen, vielen Pumps, um Schnellfahrer zu belehren, wo sie sich aufhalten, kaum Verkehr, keine Gehupe. Übrigens, gehupt wird in Kenia selten! Kann ein ägyptischer Autofahrer nur dann fahren, wenn er gleichzeitig auf die Hupe drückt, muss ein äthiopischer Lenker hupen, weil alle auf der Straße leben und laufen, sei es Tiere oder Menschen, so braucht ein Kenianer nur seine Hupe im äußersten Notfall, weil Tiere so erzogen wurden, neben der Straße zu laufen und zu grasen, sich nicht auf der Straße auszuruhen und auf kürzestem Weg schnell die Straße zu überqueren.

Shopping malls sind super in Nairobi. Was soll ich mehr sagen?

Um Geld anders auszugeben, fuhren wir südwärts zu unserem 1. Nationalpark, dem Amboseli Nationalpark, der eigentlich eher ein Tierpark ist, so viele Elefanten, Zebras, Impalas, Gnus etc. hat es, dass die Kamera nach dem 10. Elefant weggelegt wurde und Niggi meinte, schon wieder ….

Checkliste der möglichen zu entdeckenden Tiere

Wir übernachteten im Park, damit wir bei Sonnenaufgang zur Pirsch antreten konnten. Niggi fuhr zum Weg zum Camp beinahe eine Giraffe an, die plötzlich in einer Kurve stand, und am Morgen im Camp beinahe einen Elefanten.

Auch wenn die Tiere die vielen Autos gewohnt sind, die tagtäglich den Park besuchen, können sie doch ungeduldig werden, wenn man zu lange für das ideale Foto braucht, wie der Elefant, der die Ohren stellte, um uns zu sagen, haut ab, ich will meine Ruhe haben. Verständlich!

Das Foto mit Elefant im Vordergrund und Kilimandscharo im Hintergrund konnten wir leider nicht aufnehmen, da wir Regenzeit haben und der Berg sich immer hinter Wolken versteckte. Aber ein Gnu fand sich bereit vor dem Kilimandscharo zu posieren.

Zum Glück ist der Amboseli Nationalpark so flach, so dass wir die vielen stehenden Besucherautos orten konnten, die so mitteilten, da gibt es interessante Tiere zu sehen. Die Touristenbusse verfügen über Funkgeräte und übermitteln sich gegenseitig, wo interessante Tiere zu sehen sind. Und das sahen wir:

Der König der Tiere vor dem Kilimandscharo!

Am nächsten Tag fuhren wir zum Tsavo-West Nationalpark. Nach einigen Schwierigkeiten erreichten wir ihn wohlbehalten.

Andere Tierarten waren zu entdecken wie Dikdik.

War der Amboseli Nationalpark flach, sumpfig und mit vielen Seen, so ist der Tsavo-West hügelig und grün.

Das Highlight war die Beobachtung eines Leopardenmännchen, der auf seinen Lieblingsbaum eine erbeutete Antilope vor den gefräßigen Hyänen auf einer Astgabel versteckte.

Faul lag er am Abend auf dem Ast, alle vier Beine von sich gestreckt, aber am Morgen als wir ihn wieder besuchten, machte er sich zu einem Morgenspaziergang auf. So konnte auch ich ihn noch mit meiner kleinen Kamera ablichten.

6.11.2019, Eldoret

Eldoret ist die 5. größte Stadt in Kenia und für uns ein kleines Schlaraffenland, Supermärkte mit Butter, Käse, Milch, Speck und vieles mehr. Zum Glück ist der Stauraum im Auto begrenzt, so dass mein Shoppingenthuasmus nicht überhand nimmt.

Wir übernachten in einem paradiesisch schönem Camp mit gepflegten Garten, heißer ! Dusche und kaltem Bier.

Ein Unimog von „MuzToo“ ist auch da

und wir freuen uns wieder einmal schweizerdeutsch reden zu können und von Osch (Kirgistan) zu schwärmen, wo wir unser Auto letztes Jahr in ihrer Firma unterstellen durften. Manchmal sind wir selber baff, wie klein die Welt ist.

Heute habe ich doch tatsächlich eine für mich neue Frucht probiert.

Eine Art von Stafeli (Stachelanone), die nach Salatgurke verfeinert mit Zitronengeschmack schmeckte.

Niggi hatte lieber als Nachspeise Papaya gehabt, die wirklich köstlich war.

Auf der Hinfahrt musste wieder einmal ein Stop für eine wunderschöne Pflanze eingelegt werden, einer Glockenblume mit Landebahn für Bienen.

Schon in der Wüste in Nordkenia am Lake Turkana gab es Wüstenlilien zu bewundern, die ähnlich unserem Türkenbund die Blüte geöffnet hatten.

Habe ich euch schon mit dem Foto von einem Kori Bustard gelangweilt?

Ich finde es einfach faszinierend Flora und Fauna zu erleben, die ich als Kind aus Abenteuerbücher kennenlernen durfte.

Zebra am Straßenrand

4.11.2019, Lake Baringo, Nordkenia

Montag ist ja Waschtag, so auch bei uns. Wir gönnen uns einen „Ruhetag“ mit Autoputzen, Wäsche waschen,

Vögel beobachten (fotografieren)

und vor allem bestimmen. Ist es der Southern red-billed Hornbill oder der Southern yellow-billed Hornbill?

Diese frechen Vögel haben auch keine Angst und benutzen unser Auto zum Turteln und sich Brotstücke zu verfüttern. Außerdem muss ja noch im Autospiegel das Aussehen kontrolliert werden. Bin ich der schönste?

Und schon sind wir am Diskutieren, handelt es sich beim Vogel mit schwarzem Schnabel um das Männchen? Um das Weibchen, das gefüttert wird? Ist der rot schnabelige das Männchen, weil er so eitel ist und zuerst im Spiegel sich beobachtet hat? Handelt es sich beim Schwarzschnabeligen um eine Variation, weil im Vogelbuch nichts über schwarzschnabelige Hornbills steht?

Hier um das Camp gibt es so viele Vogelarten, dass ich auf meine Kosten komme, diese zu bestimmen. Wenn ich daran denke, wie Florian sich nerven würde, macht Niggi gute Miene zu meinem Enthuasmus.

Goldschwänziger Specht

Der heutige Morgen fing schon früh an. Wir wurden am frühen Morgen als die Sonne aufging für eine Bootstour abgeholt.

Frauen waren schon auf, um Wasser zu holen. Schließlich gehört dies zu ihrem Job wie Holzsammeln und schleppen, kochen und Kinder erziehen, Garten anpflanzen und …

Gleich zu Anfang sahen wir weissbrüstige Kormorane

Krokodile, die hier eher klein sind und sich von Fische ernähren.

Die Hippos-Foto gelangen mir nicht, aber das macht nichts, denn wir werden diese monströse Tiere noch oft genug zu sehen bekommen, wie heute in der Morgendämmerung vor unserem Auto. (Ein kleiner Hippo-Jugendlicher!).

Aber das Beste war, dass der Führer Fisch von einem Fischer kaufte, der den Fisch entweidete und mit einem Balsahozstückchen füllte. Dann paddelte der Fischer mit seinem Balsaboot und seinen Rudern aus Plastik davon.

Ja und was machten wir mit dem toten Fisch, der im Wasser dank Balsaholz nicht untergehen konnte? Wir fuhren zu einem Fischadlernest. Unser Führer pfiff, um die Aufmerksamkeit des Vogels zu gewinnen, warf den Fisch ins Wasser und dann konnten wir Flug, Fangen und Fressen beobachten.

Ihr fragt euch sicher, wo wir alles nach der Ankunft in Kenia waren.

Zuerst ging es zum Lake Turkana, der wunderschön grün oder blau aus der Wüste in Nordkenia sich erhebt. Auf den Weg dorthin durchquerten wir den größten Windpark Afrikas. Übrigens die Straße ist nur! hier super, weil die Windräder gewartet werden muss.

Lake Turkana

Sollen wir hier übernachten? Bei 40° C Außentemperatur und keinem Schatten? Nein, entschieden wir uns. Schnell die Füße waschen, Krokodile austricksen, Fisch kaufen und zurück an ein Schattenplätzchen

und den Fisch mit Safranrisotto und Tomatensalat verzehren.

Nach einem Mittagsschlaf ging es weiter durch die Wüste, die uns total gefangen genommen hat. Dank kleiner Regenzeit haben wir noch nie so eine blühende und grüne Wüste und Halbwüste gesehen.

Dafür sind die Straßen nicht immer so angenehm. Flussdurchfahrten und Matschdurchquerungen machte die Fahrt abenteuerlich.

Anhalterinnen sind dankbar nicht den Weg zum nächsten Ort zu laufen.

So kamen wir zu unserem letzten Übernachtungsplatz, am Ende der Welt.

Niggi versuchte noch auf den heiligen Berg der Samburu zu laufen, aber er erwies sich als nicht geeignet.

30.10.2019, Kenia, Marsabit

Gestern sind wir von Moyale (Grenzort) kommend nach Kenia eingereist. 3 Wochen, von 8.10. bis 29.10 waren wir in Äthiopien. Das Land ist riesengross und noch nicht alles haben wir gesehen, vor allem der Osten kann von uns noch entdeckt werden. Aber das ein anderes Mal.

Die Zollformalitäten begannen sehr gut, schnell war der Stempel im Pass für die Ausreise. Nun hieß es in den 1. Stock zum Autoausreisezoll zu gehen und hier begann die Problematik. Wir mussten 3 1/2 Stunden warten, weil wir keine amharrische Schrift lesen können. Ja, wir haben alles richtig gemacht, um unser Auto so lange Zeit in Äthiopien stehen lassen zu können, die Zollformalitäten waren o.k., nur … ja nur auf den wichtigen Schreiben und auf den versiegelten Briefkuvert stand auf amharrisch: an den Zoll von Metmeta (unser Einreisegrenzort von Sudan kommend). Jetzt fand die Ausreise in Moyale statt und die Zollbeamten meinten, sie sind nicht zuständig. Wir dagegen meinten, 1. Ist das nicht unser Fehler, sondern vom Hauptzoll in Addis, denn auf unseren Einreisepapieren steht Moyale, 2. können wir keine äthiopische Schrift lesen, 3. fahren wir nicht fast 2000 km nach Metmeta und 4. sind wir schon ausgereist und können gar nicht mehr nach Äthiopien, wir sind im Transit. Eine telefonische Rücksprache mit Addis konnten die Beamten leider nicht vornehmen, weil die Telefonnummer auf dem so wichtigen Schreiben nicht mehr richtig war.

Eine Entscheidung zu treffen ist nicht einfach und braucht seine Zeit, eben 3 1/2 Stunden. Kurz vor dem Mittagessen bekamen wir die Ausreisestempeln und so gelangten wir nach Kenia, in deren Mittagspause. Die kenianischen Zollbeamte waren sehr nett und wir hätten auch sehr schnell einreisen können, wären da nicht Computerprobleme gewesen. Aber auch das war nach 3 Stunden gelöst und wir waren in Kenia.

So sieht die Straße von der Grenze nach Marsabit aus! Super! Kein Loch! Keine Tiere, keine Menschen auf der Straße. Keine Ben Hures, die Wagenrennen veranstalten.

Der Abend zeigte es aber doch, dass wir in Afrika sind. Große Käfer umschwirrten die Badezimmerlampe und stürzten ab und zu auf mich und riesige Heuschrecken besuchten uns.

Schon auf der Fahrt zur Grenze „wuchsen“ die Termitenhügel rechts und links der Straße entlang, einer größer als der andere.

Auch wechselte der Baustil schon im Süden von Äthiopien, verzierte Rundhütten, die mit Akaziendornengestrüpp gesichert werden.

Am Ende unserer Äthopienreise genossen wir noch einmal in einem sehr guten Restaurant Injera, das Nationalgericht.

Wir hätten auch selber kochen können. Selbst frische Milch hätten wir kaufen können, aufbewahrt in den gelben Kanister. Niggi meinte, er nimmt nur uperisierte Milch in sein Müsli.

Nun freuen wir uns auf Kenia, mit seinen wilden Tieren. Vor der Grenze sahen wir das 1. Zebra!

Es ist gerade die kleine Regenzeit und am Nachmittag regnet es kurz. So ist die Wüste in Nordkenia grün und es blüht.