22.05.2018 Schaffhausen

Die letzte Woche verlief chaotisch. Die Reisevorbereitung ins Pamir (Tadjikistan) zeigte uns, dass wir wegen jahreszeitlichen Bedingungen ein wenig zu früh sind. Schnee auf 4000 m wäre nicht so ein Problem, aber da wir viele Flüsse auch mit dem Auto durchqueren müssen und es gerade Schneeschmelze herrscht, sahen wir dies eher als Problem an. Ausserdem wollen wir ja auch noch Trecken gehen, das wilde wunderschöne Bartangtal durchqueren, wenn es möglich ist, …

So haben wir uns entschlossen das wunderschöne Usbekistan zu verlassen, nach Kirgistan einzureisen und von Osch für 3 Wochen in die Schweiz zu fliegen. Mit modernen Hilfsmitteln ist es uns gelungen einen Flug zu bekommen und das Auto an einem sicheren Platz unterzustellen (ganz vielen Dank an Jon und Regula und an die Firma muztoo in Osch).

Der kirgisische Wächter passt auf unser Auto auf.

Niggi geniesst beim Zwischenstopp in München eine bayrische Brotzeit.

Wir kommen Schweiz!

15.05.2018 Taschkent

In Samarkand habe ich es aufgegeben zu bloggen. Zu langsam war das Internet. Wir fuhren auch weiter ins Farganatal (Osten von Usbekistan) und dann hierher.

In Samarkand hatten wir noch so vieles angesehen und wir denken, ihr findet, langsam reichen die Kulturgüter. Vielleicht eines noch, den Friedhof von Samarkand, der bis ins 14. Jahrhundert zurückgeht und viele Adelige beherbergt. Im Islam ist es zwar nicht erlaubt die Toten pompös zu bestatten, aber …

Der Eingang in die alte Friedhofsgasse.

Viele Usbeken machen einen Ausflug dorthin und es darf auch kein Erinnerungsfoto fehlen.

Auch Schulklassen stellen sich für ein Foto auf. Die Mädchen und Jungen tragen Schuluniform. Die Mädchen haben immer einen riesengrossen weissen „Bombel“ im Haar. Die Lehrerinnen haben es nicht so einfach muntere und lebhafte Schüler zu hüten.

Manchmal träumt Niggi andere Passagiere fahren zu dürfen.

Natürlich gibt es in Samarkand auch einen Bazar. Es gibt das berühmte Brot, Früchte und Gemüse zu kaufen. Ich habe schon lange nicht mehr so süsse Erdbeeren gegessen. Nun muss ich mich immer entscheiden, Kirschen oder Erdbeeren oder Aprikosen? Die grünen kleinen Früchte in der schwarzen Schüssel sind unreife Kirschen, die hier gerne gegessen werden. Ich habe auch eine ! probiert. Brr!

Die Frauen bieten Maulbeerfrüchte an. Auch diese schmecken wunderbar süss. Es ist eine Qual auf dem Markt einzukaufen, denn es gibt so viele verschiedene Leckereien. Usbekistan ist berühmt für seine getrockneten Aprikosen, Melonen und Nüsse.

Am nächsten Tag besuchten wir in Urgut einen riesigen Markt, in denen Einheimische alltägliche Dinge einkaufen. Vor allem Stoffe, um die schönen Kleider selber zu schneidern. Am liebsten farbige Stoffe, die glitzern und mit Swarovski Steine verziert sind. Für uns überraschend, keine schwarze Stoffe wie in Iran.

Natürlich darf auf einem Markt keine Lebensmittel fehlen.

Wer einkauft hat Hunger. Was kann man essen? Natürlich Plov oder Somsa (Teigtaschen, die in runden Öfen gebacken werden, wie das Brot) oder Schaschlik.

Wir waren nicht nur auf dem Markt, sondern fanden nach einer kleinen Irrfahrt die Grabstätte von einem wichtigen Heiligen. Tausendjährige Platanen säumen sein Grab, Platanen die er vor 1100 Jahren selber gepflanzt hat!

Am Sonntag fuhren wir ins Farganatal. Es war eiskalt, 21°! Es nieselte und so haben wir keine Fotos vom Pass, den wir überqueren mussten. DasFarganatal zeichnet sich von seiner Fruchtbarkeit aus. Überall ist angepflanzt, wenn nicht Gemüse, dann Blumen! Obstbäume stehen dicht aneinander. Selbst die Störche wohnen dreistöckig auf einem Strommasten. In Kokan besuchten wir den Khanpalast. Wir besuchten auch noch die Töpfereien und Seidenproduktionsstätten, aber waren ein wenig enttäuscht, so auch hier keine Bilder.

Der Khanpalast in Kokan.

12.05.2018 Samarkand

Das öffentliches Bestaunen des Autos hält sich in Grenzen. Kamen in Kasachstan immer Menschen, vor allem Männer, vorbei und wollten das Auto sehen, sind die Usbeker gleichgültiger. Sie sind keine Nomaden, sie bauen an. Das sieht man an die riesigen Felder und Obstplantagen. In den Städten sind die Parkanlagen prächtig mit Blumenrabatten gestaltet. Es wird gewässert und gejätet, es wird geputzt. Wir haben noch kein Land gesehen, das so saubere Strassen, Städte hat. Kein Plastik (fast kein Plastik, nur hin und wieder, um ehrlich zu sein) liegt am Strassenrand, keine Plastikfelder zeigen den Ortseingang, Ortsausgang. Wir staunen!

In Sharhisabz waren wir in einer Moschee, wo gerade ein Mann mit einem blauen Becher Wasser über ein Grabstein fliessen liess. Durch das viele Wasser der vielen Jahrzehnten gab es eine Rinne und am Ende des Grabsteins eine kleine Vertiefung. Alle Kinder wurden aufgefordert zu trinken. Es ist sicher für die Gesundheit.

Wir werden viel angesprochen und manchmal kommt es zu einem Gespräch, wie gestern in einem Café mit zwei Russinnen. Die Mutter war in meinem Alter und die Tochter um die Dreissig. Natürlich konnten sie kein Englisch und wir nur ein paar Brocken Russisch. Trotzdem quatschten wir über eine halbe Stunde. Die Gespräche laufen eigentlich immer so ab:Zuerst muss ich mit Händen und Füssen unsere Reiseroute, unseren Campingcar erklären, dann werden Fotos gezeigt, aber dieser Teil dieses Gespräch ist eher bewundern. Wenn es aber dann dazu übergeht, die Familienverhältnisse zu erklären, dann wird es sehr emotionell und herzlich. Wir „alten“ Frauen haben das gleiche Thema. Wir zeigen uns gegenseitig Fotos von Kinder und vor allem von den Enkelkinder. Die Frauen haben volles Verständnis, wenn ich zeige, dass mir das Herz ganz schwer ist und ich meine Familie vermisse. Übrigens ist der kurze Film von E., wie sie sich schämt, der Hit!

Samarkand ist die grösste und schönste Stadt der Seidenstrasse. Sie war zu Timurs Zeiten Hauptstadt und wie bei unseren Königen, sollten die Medresen, die Moscheen und Mausoleen alles übertreffen.

Auch im Innern sind die Räume mit Fliessen geschmückt, mit Gold bemalt, um die Herrlichkeit Allahs und dessen Herrscher zu zeigen.

Samarkand ist eine Universitätsstadt und nein, es zieht mich nicht mehr dorthin!

11.05.2018 Samarkand

Es ist 6.30 Uhr und es ist 25° Grad warm. Vor dem Frühstück und vor der Dusche! Ich hoffe, dass die Kids noch nicht gamen, die Touristen noch nicht bloggen und die Samarkander noch nicht chatten, damit das Internet nicht zuviel belastet wird.

Hier die letzten Fotos von Buchara.

Von Buchara sind wir über Shahrisabz nach Samarkand gefahren. In Shahrisabz war es zum ersten Mal heiss, 37°. Zum Glück gab es nicht viel anzusehen und so konnten wir für das Mittagessen in ein klimatisiertes Restaurant essen. Es gab Somsa, mit Hackfleisch gefüllte Gebackene Teigtaschen. Gewürzt wird das Fleisch mit Zwiebeln, viel Knoblauch und Dill. Dazu bestellten wir Salat, das ist immer ein Salat aus Tomaten, Gurken, Zwiebeln mit viel ! Dill. Zum Dessert gab es die ersten Aprikosen und Kirschen. Hmmm!

Da es Flüsse von den Ausläufern des Pamirgebirges gibt, ist es hier alles grün. Uralte Platanen wachsen im Park. Im Hintergrund sieht man die Ruine vom Timurs Palast, der riesig war.

Die Reste vom Palast!

Es gibt sehr viel grosse Maulbeerbäume, die Schatten spenden. Die Früchte sind weiss oder dunkelviolett und schmecken sehr süss. Aber sie sind an den Schuhen sehr klebrig und erst auf dem Auto!

09.05.2018 Buchara

Einige Bilder von Buchara! Wir kamen aus dem Staunen und Träumen nicht heraus! Es gibt sehr viele Medresen ( Koranschulen).

Wunderbare Mosaike!

Es gibt noch viele Bilder aber dieses Internet hier……😢

07.05.2018 das nächste Highlight auf der Seidenstrasse: Buchara

Wir nehmen Abschied von Xiva. Hier noch die letzten Impressionen.

Zuerst geht es am Amurdaya entlang, der immer weniger Wasser führt, während die Anbauschlacht zunimmt. Schiffe dümpeln auf dem Strand, vergessen ist der Fischfang. a.

Unterwegs sehen wir einem Hahnenkampf zu. Wir wetten nicht!

Am Abend entdecken wir Mitten in der Wüste einen See und geniessen zum Abendessen einen Fisch.

Heute sind wir in Buchara angekommen. Wir schlagen wieder unser Nachtlager vor einem Hotel in der Nähe der Altstadt auf und entdecken die Stadt. Sie ist weitläufiger als Xiva, aber wir laufen gerne und bewundern die riesengrossen Medresen, Moscheen und Minarette.

Sorry, das Laden der Bilder funktioniert heute nicht. probiere es morgen wieder, um euch diese Oase auf der Silk Road vorzustellen.