17.07.2018, 3. Teil

Nach dem wunderschönen Wakhan–Korridor gelangten wir nach Khorugh, der Bezirkshauptstadt, d.h. wieder frisches Gemüse und Obst vom Bazar und kaltes Bier am Abend.

Wir nahmen Kontakt zu einem Reisebüro auf, das Trecking durchführt und so hiess es, sich bald wieder in das nächste Abenteuer stürzen. So ging es nach Batchor, einem kleinen Dorf in der Nähe des Pamir Highway. Der Pamir Highway war früher von chinesische Lastwägen sehr viel befahren, aber jetzt benutzen diese die neuen Routen über Kasachstan. Die Silk Route – Plastic Route ist dadurch ruhiger geworden.

Zuerst mussten wir überhaupt nach Batchor gelangen. ein Fluss versperrte uns den Weg. Zum Glück half uns ein Lastwagen aus der Klemme.

Der nachfolgende Minibus (Taxi) wurde fast hinübergetragen.

So kamen wir doch noch nach Batchor , dem Ausgangspunkt unseres 8tägigem Treckings.

Am nächsten Tag kamen schon die beiden Guides mit Pferd und Esel. Wir hatten ausgemacht, dass wir ein Pferd als Reittier bräuchten, wenn ich zu müde würde. Ausserdem mieteten wir ein Zelt, 2 Matratzen (eine davon war kaputt) und Kochgeschirr. ( 1 Gasflasche, 1 Wasserkessel, 1 kleine Pfanne, 1 kleiner Kochtopf, 4 Tassen, 4 Schüsselchen, 4 Esslöffel. 3 Gabel, 1 Teelöffel, ein Brett, ein grosses Messer, eine Tischdecke, ein Schöpflöffel und 1 Plastikteller).

Und schon ging das Trecking los!

Das Reiten war wunderschön! Vor allem waren wir beide froh, als der erste Fluss kam. Hoch zu Ross war das eiskalte, tiefe, reissende Gletscherwasser einfach zu überqueren.

Die ersten Edelweisse bestaunten wir noch, aber dann hiess es schon bald, schon wieder Edelweiss.

Am Abend wurde das Wetter schlechter und sehr kalt. Niggi fror beim Tortilla–Drehen.

Das war derAbendablauf: Ich baute mit Steinen ein Kochplatz, während die Männer die beiden Zelte aufstellten. Dann hiess es für mich Tee kochen und Essen kochen. Als Abendmahl gab es wie gesagt spanische Tortilla, Nudeln mit Ei (eine Art Spaghetti Carbonara), Bratkartoffeln mit Ei, Reis–Paprikaschoten–Eintopf, Reis–Karotten–Eintopf (ein Art Plov), Kartoffel–Kohl–Eintopf, Fisch). Am Morgen gab es Tee, Brot mit gesüsster Kondensmilch, Käse und Wurst. Später Haferflocken mit Trockenobst. Übrigens wir verbrauchten in 71/2 Tagen 1 1/2 kg Zucker, wobei ich keinen gesüssten Tee drinke!

Der Abwasch wurde übernommen, so dass ich das Geschirr Gott sei Dank nicht im Gletscherflusswasser abwaschen musste.

17.07.2018 2. Teil

Im Panj–Tal, auch Wakhan–Korridor genannt, hat es nicht nur 5! verschiedene Sprachen, sondern auch eine sehr eigene Kultur, die bis in die Zeit vor Christus reicht. Wir haben uns von einem kleinen Führer die Steinritzungen in Langar zeigen lassen.

Häuser mit besonderer Bedeutung werden mit Köpfen, Gehörn von Marco Polo Schafen oder Steinböcken geschmückt. So auch die beiden Museen. Vor allem war der Besuch dieser Museen interessant, weil sie in sehr schönen alten Pamirhäuser untergebracht sind und weil die Lebensgeschichten der Museendirektoren einzigartig sind. Einer sprach deutsch und erzählte von seinen Besuchen in Berlin (Ost-Berlin). Ausserdem konnten sie noch wunderschöne Lieder auf alten Musikinstrumenten vorspielen.

Die Äcker sind so klein oder die Bauern sind so arm, dass die Äcker noch mit Stieren gepflügt werden. Hier wurden Kartoffelpflanzen nochmals mit Erde angehäuft.

15.07.2016 Duschambe (1. Tei

Wir sind in der Hauptstadt und haben WiFi. Endlich!!! Aber der Grund, dass wir hier sind, ist leider nicht so erfreulich. Unser Auto hat Probleme und es bleibt uns nichts anderes übrig, als in die Schweiz zu fliegen. Genaueres später.

Zuerst sind wir vom Karakul–See Richtung Murghab gefahren und von dort nach

Charty Gombez. 1 Tag lang fuhren wir durch die Hochwüste vom Pamirgebirge.

Marco Polo Schaf zeigte uns sogar einmal den Weg!

In Charty Gombez konnten wir ein sehr heisses Bad nehmen in einer der vielen Hot Springs, die es im Pamir gibt.

Im Homestay verschenkten wir eines der vielen Gummi–Twiste mit Anleitung an den Mädchen, die sofort versuchten zu hüpfen. Und das auf 4000 m Höhe!

Wir wollten weiter zum Zorkulsee, einem Nationalpark an der Afghanischen Grenze. Wir wussten, dass es dort sehr sumpfig ist, aber wie Niggi immer sagt,no Risk, no fun! Aber dass der Sumpf so heimtückisch ist, mussten wir erst mit eigenem Auto erleben. Oben auf ist der Boden trocken, aber darunter ist durch die warmen Temperaturen der Jahreszeit der Boden aufgetaut. Mit einem schweren Auto sinkt man unweigerlich ein.

Jetzt hiess es auf 4300 m Höhe, Auto leeren und Sandbleche unter die Räder legen.

Zum Glück kam ein tadschikischer Jeep mit 3 Hirten vorbei, die mithalfen das Auto anzuschieben. Und tatsächlich mit vereinten Kräften kam das Auto wieder auf wirklich trockenem Grund. Nun hiess es einpacken und mit eiskaltem Gletscherwasser putzen.

Nach diesem kleinen Abenteuer ging es wieder zurück und den Besuch im Nationalpark mussten wir abschreiben.

Dafür kam der nächste Teil von unserer Reise im Pamirgebirge: der Wakhan–Korridor, ein breites Tal, gebildet von dem Zusammenfluss vom Wakhandarya und Pamir, der die Gebirge Pamir und Hindukusch trennt, somit Tadschikistan und Afghanistan. Der Zusammenfluss heisst nun Panj und den fuhren wir nun auf guter bis schlechter Piste entlang.

Diese Tal ist einzigartig von der Vegetation her, von der Kultur und Geschichte. Hier stiess der sowjetische Einflussbereich und der britische zusammen.

Immer wieder grüsste uns der schneebedeckte Hindukusch. Wilde Rosenbüsche zeigte uns, dass es wärmer wurde.

Immer wieder hatten wir das Gefühl von einer Oase zur nächsten zu fahren. Zwischen den Dörfern breitete sich die Wüste aus.

Vor allem die schnellwachsenden grazilen Pappeln waren wunderschön. Diese werden angepflanzt und gehegt als Schattenspender, Bauholz und so vieles mehr.

Dornen als Frassschutz!

Blick nach Afghanistan und zum Hindukusch.

21.06.2018 Karakul See

Am Mittwoch Morgen, war das Wetter so schön, dass wir uns entschlossen einen „Spaziergang“ Richtung Camp 1 bis zur Schneegrenze zu machen. Niggi wollte zum Pass der Reisenden, links vom Fluss (4130 m). Zuerst hatte ich Angst den Fluss zu überspringen, so gingen wir flussaufwärts, wo bekanntlicher Weise ein Bach wenigerWasser führt.

Wunderschöne Blumen entdeckten wir.

Nach 300 Höhenmeter und Flussüberquerung (2 Stunden!) ging es zurück zum Auto. Dieses Mal schaffte ich die Überquerung, aber Niggi bekam nasse Füsse.

Nun hiess es Abschied von (Peak) Lenin zu nehmen und wieder nach Sary Tash zu fahren. Im Tal erwartete uns ein Sandsturm!, dafür 20°Grad heiss. Wir schwitzten im geschlossenem Auto. Bald darauf war der Spuk zu Ende und es war dafür auch nur 5° kalt. In Sary Tash wartete wirklich unser Rucksack!

Wir assen noch kirgisische Lasagne (Teigplatten mit Hammelfleisch und Kartoffeln gefüllt).

Und schon ging es zur tadschikischen Grenze.

Heute morgen überquerten wir die Grenze.

Absolut korrekt wurden wir von Kirgistan verabschiedet und ebenso und freundlich wurden wir in Tadschikistan empfangen. Wir quasselten mit einem perfekt deuschsprechenden Zöllner, so dass der Grenzübertritt ein wenig länger dauerte.

Es begrüssten uns auch Marco Polo Schaf und Yak.

Bald darauf sahen wir den Karakul See, umringt von Bergriesen des Pamirgebirge.

Wir tranken einen Tee in einem typische Guesthouse in Karakul und schon erreichten wir unsere Nachtplatz.

Khorugh, 30.06.

Liebe Kinder, liebe Verwandte, liebe Freunde!

Morgen ist schon der 1. Juli und ihr habt schon lange nichts mehr von uns gehört. Am 21.06. sind wir nach Tadschikistan eingereist und sind gleich Richtung Süden ins Pamirgebirge gefahren. Seit 9 Tagen will ich euch so gerne von unseren Abenteuer erzählen und die wunderbare Landschaft beschreiben, natürlich mit Fotos, aber entweder gibt es kein WiFi oder es ist wie hier in Khorugh so langsam, dass nichts geht. Schade!

Gerne hätte ich euch die Gebirgswüste, die gewaltigen Hörner von Marco Polo Schafen, Niggi beim Baden in der heissen Quelle gezeigt. Aber auch unser Einmatschen und Befreiung aus dem Sumpf wäre ein Beitrag gewesen.

Nun sind wir schon in Khorugh, haben den wunderschönen Whakan—Korridor durchquert, haben 3 Tage lang über den Fluss Panj nach Afghanistan geblickt und Männern zugewunken und haben heute mit den Einwohnern von Khorough das 60. Jubiläum von Agha Khan mitgefeiert.

Morgen geht es weiter das Gunttal, den Pamir—Highway, entlang nach Bachor, um dort ein 7 Tagestrecking zu machen. Dann geht es weiter im Outback durch das Shohdaratal zurück nach Khorugh. Mit anderen Worten, ihr werdet erst in14 Tagen vielleicht von uns etwas hören. Bis bald, In Sh’Allah!

19.06.2018 Basecamp Peak Lenin

Wir sind auf 3600 m üM. und wir merken die dünne Luft. Lenin versteckt sich seit heute Mittag hinter einer Wolke und will sein Gesicht nicht zeigen. Ausserdem graupelt es jetzt am Abend, so dass wir im Auto bleiben und keine Lust haben, einen kleinen Spaziergang zu machen. Vielleicht haben wir morgen Glück!

Gestern verliess uns die Geduld auf den Rucksack zu warten. Die Mechaniker von MuzToo reparierten uns die Zuleitung zum Wassertank ( Ersatzteil im Rucksack!) und so fuhren wir Richtung Süden ins Pamirgebirge, um den Peak Lenin zu sehen. Schnell noch einkaufen, ohne Bier, Wodka, Käse, Gemüse und Obst, können wir schlecht reisen. Tajikistan ist sehr arm und wenig bevölkert. In Osch war es 31° warm und den Abend verbrachten wir lieber im Auto bei 13°!

Heute morgen erreichte uns die Nachricht „Rucksack hier“! Oibek, der Manager von MuzToo, schickt ihn freundlicher Weise mit einem Taxi nach Sari Tasch! Mal sehen ob die Übergabe klappt! Dann hält uns nichts mehr zurück! Tajikistan wir kommen!

Nur werdet ihr von uns viel weniger hören. Das Pamirgebirge besitzt sehr hohe Gebirgsketten und tiefe Täler, d.h. fast kein Internet! Also keine Angst, wenn wir lange Zeit nichts von uns hören lassen!

17.06.2018 und … immer noch Osch

Seit Freitag hat sich nichts verändert! Wir sitzen auf Kohle, Niggi verzwackelt fast, aber es hilft nichts, wir warten. Sehr viele, die wir hier in Osch treffen, trösten uns, erzählen, es wäre Ihnen auch passiert, wünschen uns viel Geduld und Glück!

Der Freitag Nachmittag verlief schön. Wir besuchten die Schweizer Familie mit ihren 3 Töchtern und es war sehr interessant von Menschen, die schon 5 Jahre hier wohnen und arbeiten, von Kirgistan erzählt bekommen. Auf Reisen erfährt man doch nicht alles und viele Fragen bleiben offen.

Wer ein junges Kätzchen aus Osch adoptieren möchte, ich werde es gerne weiterleiten.

Am Samstag hängten wir herum, trafen Björn und Mareike, die wir auf der Reise an der Usbekischen Grenze kennengelernt haben. Am Abend gingen wir in den Biergarten und genossen den Abend bei Bier und Barbecue.

Heute ist Sonntag und wir …. warten. Also wird alles mögliche erdacht sich zu beschäftigen wie Blog schreiben, kochen, Betten abziehen, Wäsche waschen.